Häufig gestellte Fragen

Der Hauptunterschied liegt im extremen Preis- und Einkommensgefälle zwischen Deutschland und Kenia. In Deutschland verdient man im Durchschnitt das 26-fache. 2016 lag das Durchschnittsbruttoeinkommen in Deutschland bei 33.396€ und in Kenia bei 1.275€.

Hinzu kommt, dass in Deutschland durch die Krankenversicherung speziellere und damit kostspieligere Behandlungen abgedeckt sind (z.B. MRT, etc.). In Kenia geht es primär um die gesundheitliche Grundversorgung.

Frauen und Mütter zwischen 18-49 Jahren, die arbeitslos sind oder im informellen Sektor arbeiten und hauptsächlich in Slums leben. Dabei wird ihre Familie bis zu 4 Personen mitversichert.

Frauen erhalten nur eine Krankenversicherung, wenn sie das auch wollen. Es wird nie eine Spende an eine Frau gehen, die aus irgendwelchen Gründen nicht versichert sein möchte!

Die Krankenversicherung heißt „Supa Cover“ und wird von der NHIF angeboten. Die NHIF ist die größte staatliche Versicherung in Kenia.

Die Supa Cover deckt unterschiedliche Behandlungen ab. Die Leistungen werden individuell und abgestimmt auf den aktuellen gesundheitlichen Zustand freigeschaltet.

Ambulant:
–         Allgemeine Beratung
–         Diagnose und Behandlung von häufigen Erkrankungen
–         Labor und Untersuchungen
–         Chronische Erkrankungen (HIV/Aids, Diabetes, Asthma, Bluthochdruck)
–         Gesundheitsaufklärung
–         Behandlung von Geschlechtskrankheiten
–         Radiologie
–         Physiotherapie
–         Dialyse

Stationär:
–         Gebühren für Unterbringung, ärztliche Betreuung, Operationen, Operationssaal
–         Krankenpflege
–         Medikamente

Müttergesundheit:
–         vor- und nachgeburtliche Betreuung
–         Beratung und Behandlung von Mutter & Kind
–         Geburt
–         Familienplanung

Ja, auf jeden Fall! Du wirst von uns per E-Mail benachrichtigt, wer die Krankenversicherung erhalten hat mit Namen und Bild der Hauptversicherten. Weitere Informationen werden zur Verfügung gestellt, wenn sie diese angegeben hat: Wohnort, Anzahl der Kinder, Personen im Haushalt und Familienstand.

Freiwillige Gesundheitshelfer sind in den informellen Sektoren (Slums von Kenia) vor Ort unterwegs und bieten die Möglichkeit sich direkt über das Handy für den Spendenpool zu registrieren. Es werden nur Frauen und Familien registriert, die arbeitslos und nicht versichert sind.

Wir buchen die Krankenversicherung für ein Jahr in Höhe von 65 € von deinem Konto ab. Das sind umgerechnet 5,42€ monatlich. Damit kannst du in Deutschland zweimal Bus fahren. Über Spreadgood kannst du eine Familie einen Monat lang krankenversichern.

53,00€ Krankenversicherung, 4,20€ Bank- und Transaktionskosten und Wartungsgebühren unseres Technologiepartners HealthConnect, 7,80€ gehen an Spreadgood, um laufende Kosten zu decken, die Technologie zu verbessern und den Impact zu vergrößern.

Damit liegt unser Beitrag bei 12% der Gesamtkosten (7,80€) und macht uns zu einer der kosteneffizientesten Hilfsorganisationen.

Du erhältst innerhalb weniger Minuten, maximal aber zwei Tage nach deiner Spende Infos, für wen du die Krankenversicherungs-Patenschaft übernommen hast. Parallel wird die Versicherung in Kenia aktiviert. Die Spendenempfängerin bekommt den Aktivierungsbescheid digital via Handy zugestellt.
Besitzt die Person keinen Personalausweis muss ein Versicherungsschein erstellt werden. Die Erstellung kann dann bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen.
Die Krankenversicherung ist personen- und zweckgebunden.
Zweckgebunden, weil das Geld der Spende direkt an den Versicherer NHIF geht. Dieser schaltet die Krankenversicherung durch einen digitalen Aktivierungsbescheid frei, der auf das Handy der Spendenempfängerin geschickt wird. Das Ganze passiert automatisiert, sodass die Spende nicht über Umwege und Mittelsmänner für etwas anderes genutzt werden kann.
Die Spende ist auch personengebunden, weil der digitale Aktivierungsbescheid nur in Kombination mit einer ID oder einem Versicherungsschein, der von NHIF für die versicherte Person (mit Foto) ausgestellt wurde, funktioniert. Sobald dies erfolgt ist, läuft die Bezahlung der Krankenleistung über geschützte Mobile-Payment-Prozesse ab.

Die Frauen werden nach einem Zufallsprinzip aus der zur Verfügung stehenden Datenbank ausgewählt.

Nein, ein Ausweis ist nicht notwendig um in den Spendenpool aufgenommen zu werden. Da viele Familien in Slums keinen Ausweis besitzen, erfolgt der Registrierungsvorgang über die Handys.  

Allerdings kann die Aktivierung der Krankenversicherung bei den Familien länger dauern (bis zu 3 Wochen), die keinen Ausweis haben, da zuerst ein Versicherungsschein ausgestellt werden muss.

Beim Vorhandensein eines Ausweises kann dieser anstatt des Versicherungsscheines im Krankenhaus direkt vorgezeigt werden.

Ja, wir sind gemeinnützig und deine Spende ist gemäß §10b EStG steuerlich absetzbar. Bis zu einem Betrag von 200 Euro erkennt das Finanzamt die Kopie des Überweisungsträgers oder deines Kontoauszugs als Spendenbeleg an. Einen vereinfachten Spendennachweis dafür kannst du hier abrufen.

Wenn deine Spende über 200€ liegt, dann erhältst du grundsätzlich bis Ende Februar des Folgejahres automatisch von uns eine Zuwendungsbestätigung.

Spreadgood konzentriert sich aktuell auf Frauen als Hauptversicherte, weil die Gesundheit von Frauen in Kenia einen besonderen Fokus hat, aufgrund der hohen Mütter- und Kindersterblichkeiten, der frühen ungewollten Schwangerschaften und der direkten Auswirkung der Gesundheit auf die Kinder. Männlichen Familienmitglieder können ebenfalls über die Krankenversicherung mitversichert werden, sie sind nur nicht die direkten Spendenempfänger bzw. die Hauptversicherten.